Neue Wrackexpedition - Jetzt buchen! Published by Achim Schlöffel on 2010-06-10
ISE Wreck Expedition 23-28 August 2010 – SMS Prinz Adalbert & SMS Friedrich Carl
InnerSpace Explorers bereitet ein neues Projekt zur Dokumentation von zwei unbetauchten Wracks vor. Beide Schiffe liegen in der Ostsee vor der Küste von Lettland.
SMS Prinz Adalbert & SMS Friedrich Carl wurden 1901 / 1902 für die deutsche Marine gebaut und sanken während der Angriffe auf Libau 1914/15. (die Geschichte der Schiffe findet sic him Anschluss an diesen Text). Die Position der SMS Prinz Adalbert in einer Tiefe von 80 Meter ist seit ihrer Entdeckung 2007 sicher. SMS Friedrich Wilhelm ist bis dato nicht gefunden. ISE Projektleiter Maxim Vasiliev ist aber im besitz einer vielversprechenden Position die im rahmen der Expedition durch Sidescan Sonar und ggfl Taucher verifiziert wird.
Auch in diesem frühen Stadium zieht das Project bereits grosses Medieninteresse auf sich, nicht nur in den einschlägigen Tauchpublikationen sondern auch im deutschen Fernsehen. Die Geschichte der Schiffe, ihr historischer Background wie auch der grosse verlust an Menschenleben beim Untergang der SMS prinz Adalber machen dies nicht nur zu einem speziellen technischen Tauchgang sonder auch zu einem ausflug in die Geschichte des frühen 20sten Jahrhunderts.
ISE bietet nun technischen Tauchern die Möglichkeit an diesem spannenden Projekt teil zu nehmen. ISE Training Director Maxim Vasiljev und ISE Gründer Achim Schlöffel leiten im August 2010 eine sechstägige Expedition zu den Wracks..
Teilnehmer müssen über eine adäquate Trimix Ausbildung (ISE Level 2 oder vergleichbar) verfügen, hoch motiviert sein und über entsprechende teamfähgigkeit verfügen. Die Kosten der Expedition belaufen sich auf 2100 Euro pro Person. Darin enthalten sind die Kosten für das Boot, Unterkunft und Verpflegung und alle die expedition direkt betreffenden Kosten. Nicht enthalten sind die Reisekosten nach Liepaja, da sich hier je nach Herkunft gravierende Unterschiede ergeben können. Ausserdem nicht enthalten sind Gase, da diese entweder mitgebracht werden können (Rebreather Taucher) oder vor ort erworben werden können.
Für weiter Infos oder Buchungen wende dich bitte an ISE (hq @is-expl.com)
Informationen zu den Schiffen: (Quelle: Wikipedia)
SMS Prinz Adalbert war ein Großer Kreuzer der deutschen Kaiserlichen Marine. Benannt war das Schiff nach Prinz Adalbert von Preußen (1811-1873), dem Begründer und ersten Oberbefehlshaber der kaiserlichen Marine.
Die Prinz Adalbert war das Typschiff einer Klasse von zwei Einheiten. Das Schwesterschiff war die Friedrich Carl. Die Prinz Adalbert war als Ersatzbau für die SMS König Wilhelm geplant, während die Friedrich Carl ein Vermehrungsbau war.
Bau und technische Aspekte
Das Schiff wurde im April 1900 mit der Baunummer 27 bei der Kaiserlichen Werft in Kiel auf Stapel gelegt und lief dort am 22. Juni 1901 vom Stapel. Die Schiffstaufe wurde von Prinzessin Irene, der Gattin des Prinzen Heinrich von Preußen, vorgenommen. Der Kreuzer wurde am 12. Januar 1904 in Dienst gestellt. Die Baukosten betrugen 16.371.000 Goldmark.
Die Prinz Adalbert und ihr Schwesterschiff waren der vorher gebauten SMS Prinz Heinrich sehr ähnlich, hatten allerdings drei Schornsteine, und die zwei 24-cm-Geschütze der Prinz Heinrich wurden durch vier 21-cm-Schnellladegeschütze in zwei Doppeltürmen ersetzt, deren Feuergeschwindigkeit erheblich höher war als die der alten 24-cm-Geschütze. Wie bei vielen Schiffen der damaligen Zeit waren die sechs unteren Kasemattgeschütze der Sekundärartillerie nur bei ruhiger See brauchbar. Die beiden Schiffe hatten gute Fahrqualität, die jedoch bei abnehmender Bunkerladung merklich nachließ.
Laufbahn
Die Prinz Adalbert diente zunächst als Artillerieschul- und -versuchsschiff bei der Inspektion der Schiffsartillerie in Sonderburg.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde die Prinz Adalbert dem III. Aufklärungsgeschwader der Hochseeflotte zugeteilt. Im November 1914 wurde sie in die Ostsee verlegt, um dort als Teil der Aufklärungsgruppe Ostsee unter Konteradmiral Behring, der seine Flagge auf der Friedrich Carl setzte, gegen die russische Ostseeflotte zu operieren.
Am 16./17. November 1914 nahmen die beiden Schwesterschiffe an einem Angriff auf die durch Minenfelder gesicherte russische Marinebasis Libau teil, die zwar von der russischen Marine größtenteils geräumt worden war, von der die deutsche Marineführung jedoch annahm, dass sie als Stützpunkt für britische U-Boote genutzt werden sollte. Bei diesem Unternehmen lief die Friedrich Carl am Morgen des 17. November 30 Seemeilen vor Memel auf zwei Minen und musste gegen 6:30 Uhr aufgegeben werden. Sie kenterte und sank um 7:15 Uhr. Sieben Mann ihrer Besatzung kamen ums Leben. Der geplante Angriff auf Libau wurde abgebrochen.
Am 24. Januar 1915, bei einem erneuten Vorstoß nach Libau, um die dortige Marinebasis zu beschiessen, lief die Prinz Adalbert bei Steinort auf Grund, konnte aber wieder flottgemacht werden.
Erste Torpedierung
Am 2. Juli 1915, als die Prinz Adalbert und die Prinz Heinrich von Danzig aus den bei der Insel Gotland von russischen Einheiten im sog. Gotland-Raid überraschten deutschen Schiffen SMS Roon, SMS Augsburg und SMS Albatross zu Hilfe eilten, wurde die Prinz Adalbert auf der Höhe des Leuchtturms Rixhöft nordwestlich der Halbinsel Hela von dem britischen U-Boot E9 unter Max Kennedy Horton, der im Oktober 1914 in die Ostsee eingedrungen war und seitdem von Reval aus operierte, torpediert und beschädigt,[2] konnte aber mit eigener Kraft nach Kiel zurückkehren. Die bei diesem Angriff getöteten zehn Besatzungsmitglieder wurden auf dem Kieler Nordfriedhof bestattet; ihr Gemeinschaftsgrab befindet sich dort im Feld N, unter Nr. 89 A, zwischen den Gräbern der Männer des Torpedoboots S 126 und des Hilfsschiffs Binz.
Untergang
Am Morgen des 23. Oktober 1915, um 8:34 Uhr, wurde die Prinz Adalbert nach dem Auslaufen aus dem inzwischen von deutschen Truppen besetzten Libau etwa 20 Seemeilen vor Libau von dem britischen U-Boot E8 mit einem Torpedo aus etwa 1200 m Distanz getroffen. Der Torpedo traf das Munitionsmagazin im Vorderschiff. Die Explosion riss das Schiff in zwei Teile, die sofort sanken. Nur drei Mann der 675-köpfigen Besatzung konnten gerettet werden.
SMS Friedrich Carl war ein Großer Kreuzer der deutschen Kaiserlichen Marine, des zweite Schiff einer Klasse von zwei Einheiten. Typschiff war SMS Prinz Adalbert. Die Prinz Adalbert war als Ersatzbau für die SMS König Wilhelm geplant, während die Friedrich Carl ein Vermehrungsbau war.
Bau und Technische Aspekte [Bearbeiten]
Die Friedrich Carl wurde 1901 mit der Baunummer 155 bei Blohm & Voss in Hamburg auf Kiel gelegt und lief dort am 21. Juni 1902 vom Stapel. Der Kreuzer wurde 1903 fertig gestellt und am 12. Dezember 1903 in Dienst gestellt. Die Baukosten betrugen 15.665.000 Goldmark.
Die beiden Schiffe waren der vorher gebauten SMS Prinz Heinrich sehr ähnlich, hatten allerdings drei Schornsteine, und die zwei 24-cm-Geschütze der Prinz Heinrich wurden durch vier 21-cm Schnellladegeschütze in zwei Doppeltürmen ersetzt, deren Feuergeschwindigkeit erheblich höher war als die der alten 24-cm Geschütze. Wie bei vielen Schiffen der damaligen Zeit waren die sechs unteren Kasemattgeschütze der Sekundärartillerie nur bei ruhiger See brauchbar. Die beiden Schiffe hatten gute Fahrqualität, die jedoch bei abnehmender Bunkerladung merklich nachließ.
Laufbahn
Das Schiff begleitete Kaiser Wilhelm II. auf dessen Spanien- und Mittelmeerreise auf dem Passagierdampfer König Albert von März bis Mai 1904 und wurde danach den Aufklärungskräften der Flotte zugeteilt. Von Juni bis August 1904 unternahm es Ausbildungsfahrten in englische, niederländische und norwegische Häfen, gefolgt von der Teilnahme an den Herbstmanövern der Flotte im August in Nord- und Ostsee. Damit waren die Probe- und Ausbildungsfahrten beendet.
Von März bis Mai 1905 diente die Friedrich Carl, unter dem Kommando von Kapitän zur See Hugo von Cotzhausen, wiederum als Eskorte für des Kaisers Mittelmeereise auf der Hamburg. Dabei kollidierte das Schiff im April im Hafen von Gibraltar mit dem britischen Linienschiff HMS Prince George und beschädigte dessen Heck. Danach war es bis zum 2. April 1906 Flaggschiff des Befehlshabers der Aufklärungskräfte. Das Schiff nahm im Juli 1905 an der Sommerreise der Flotte nach Schweden und im Februar 1906 an Übungsfahrten in dänischen Gewässern teil. Von September 1906 bis März 1908 war der spätere Admiral Franz Hipper sein Kommandant.
Am 5. März 1908 wurde die Friedrich Carl vorübergehend außer Dienst gestellt, um am 1. März 1909 als Torpedoversuchs- und Schulschiff zum Torpedoversuchskommando in Kiel zu treten. Im Winter 1911/12 diente sie zeitweise als Eisbrecher in der Ostsee. Von 31. Juli bis 21. August 1914 war sie zu Reparaturen in der Werft. Im September 1914 wurde sie der Ostseeflotte zugeteilt, wo sie als Teil der Aufklärungsgruppe Ostsee unter Konteradmiral Behring, der seine Flagge auf der Friedrich Carl setzte, an verschiedenen Operationen gegen die Baltische Flotte der russischen Marine teilnahm. Bei ihren Vorstößen in den Finnischen Meerbusen führte sie bis zu vier Wasserflugzeuge mit, die (soweit das Wetter es zuließ) täglich zur Aufklärung starteten.
Untergang
Am 16./17. November 1914 nahmen die Friedrich Carl unter Fregattenkapitän Loesch und ihr Schwesterschiff Prinz Adalbert an einem geplanten Angriff auf die durch Minenfelder gesicherte russische Marinebasis Libau teil, die von der russischen Marine größtenteils geräumt worden war, von der die deutsche Marineführung jedoch annahm, dass sie als Stützpunkt für britische U-Boote genutzt werden sollte. Dabei lief die Friedrich Carl am Morgen des 17. November etwa 30 Seemeilen vor Memel auf zwei Minen und musste gegen 6:30 Uhr aufgegeben werden. Sie kenterte und sank um 7:15 Uhr. Sieben Mann ihrer Besatzung im Hecktorpedoraum kamen ums Leben. Der gesamte Rest der Besatzung wurde von dem Kleinen Kreuzer SMS Augsburg aufgenommen. Auch die vier an Bord befindlichen Flugzeuge gingen verloren.Der Angriff auf Libau wurde abgebrochen.
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